Erster Schritt zu geraden Rändern: die Wendemasche

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Was ist eine Wendemasche?

Eine Wendemasche wird in der Regel zwischen Reihen von Häkelmaschen gearbeitet. Sie dient dazu, den Übergang zwischen einer Häkelreihe und der nächsten Reihe zu schaffen. Nachdem du eine Reihe gehäkelt hast, machst du eine Wendemasche oder eine Wendekette, drehst die Arbeit um und häkelst weiter. Diese Wendeketten bestehen aus Luftmaschen.

Viele Tutorials, Handbücher und Lehrpersonen sprechen davon, dass Wendemaschen bzw. -ketten dazu dienen, die Höhe der einzelnen Reihen beizubehalten. Demnach hängt die Länge Wendekette von der Höhe der Maschen der nächsten Reihe ab. Arbeitest du z. B. mit Stäbchen wird eine Wendekette mit drei Luftmaschen empfohlen.

Ich bin allerdings der Meinung: Eine Luftmasche genügt!

Foto von einem Häkelstück mit geraden Rändern auf einer Holzunterlage. Das Foto hat einen orangen Rahmen und über dem Foto steht "Gerade Ränder für deine Häkelprojekte". Unter dem Foto steht "Teil 1: Die Wendemasche".
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Eine Luftmasche genügt als Wendemasche

Den weit verbreiteten Empfehlungen zum Trotz sage ich: Eine Luftmasche genügt! Zumindest in den allermeisten Fällen. Indem die sog. Wendekette radikal auf eine Wendemasche gekürzt wird, bekommt dein Häkelstück wunderbar gerade Ränder.

Denn längere Wendeketten bringen ein Problem mit sich: Die Ränder des Häkelstücks sind löchrig! Dies wird besonders deutlich, wenn du das Häkelstück noch zusätzlich mit festen Maschen umhäkelst.

Dieses Beispiel macht es deutlich:

Ein Foto von zwei blauen Häkelprojekten, die nebeneinander liegen. Das rechte der zwei hat löchrige Stellen, welche mit grünen Pfeilen hervorgehoben werden.

Erfahrungsgemäß reicht eine Luftmasche als Wendemasche vollkommen aus, solange du mit festen Maschen, halben Stäbchen, Stäbchen und Doppelstäbchen arbeitest. Erst danach lohnt es sich, die Wendekette zu verlängern.

Häkeln, Wenden, Luftmasche

Und so benutzt du die Wendemasche bei festen Maschen, halben Stäbchen, Stäbchen und Doppelstäbchen:

  • Häkle deine Reihe im gewünschten Muster bis zum Ende.
  • Mache eine Luftmasche.
  • Drehe Häkelarbeit um.
  • Arbeite die erste Masche im gewünschten Muster.

Die Wendemasche zählt NIE als erste Masche.

Dekorative Ausnahme: Brügger Spitze

Wendeketten müssen nicht immer rein funktional sein. Sie können auch dekorativ sein.

Brügger Spitze ist ein Beispiel für eine Häkeltechnik, bei der die Wendekette zu einem Gestaltungselement wird. Am Ende einer Reihe wird eine lange Wendekette gehäkelt, so dass am Ende jeder Reihe eine Schlaufe aus Maschen entsteht. Diese Häkelspitze ähnelt der handgeklöppelten gleichnamigen Brügger Spitze enorm, ist aber weniger aufwendig in der Herstellung. Werden auf diese Weise lange gehäkelte Bänder hergestellt, können diese einfach zu verschiedenen Mustern verbunden werden.

Brügger Spitze ist nach der belgischen Stadt Brügge benannt und wird auch flemische Spitze genannt. Die geklöppelte Version entstand im 16. Jahrhundert, während dem sich Spitze allgemein in Europa verbreitete. In Brügge gab es verschiedene Klöppelschulen, darunter die Foereschool und die Schule der Apostolinenschwestern. Der Klöppelunterricht bot ärmeren Familien eine Erwerbsmöglichkeit.

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